Glossar/Lexikon

A

Akoya-Perle: ist eine Salzwasserzuchtperle, die in der zweischaligen Akoyamuschel (Pinctada fucata martensii) herangezüchtet wird (vorwiegend in Japan und China). Sie ist ästhetisch meist schöner, als die Süßwasserzuchtperlen und ist dafür bekannt, wirklich rund zu sein. Sie erreicht Größen von 2 bis 10 mm.
>Perlen

B

Baguetteschliff: lange rechteckige Steinschliffform 

Barockperle: unregelmäßig geformte Perle verschiedener Perltypen

Brillant-Vollschliff: besitzt mindestens 32 Facetten und die Tafel im Oberteil und mind. 24 Facetten im Unterteil. Er wurde für den Diamanten entwickelt. Die Kurzbeschreibung Brillant ist dem Diamanten vorbehalten, alle anderen Brillantgeschliffenen Edelsteine müssen stets den Mineralnamen mitführen. (z.B. Zirkon-Brillant)
>Diamant

C

Cabouchon: Steinschliff, bei dem das Oberteil rundlich geschliffen und das Unterteil eben oder flachgewölbt ist

D

Diamant: ist das härteste Mineral der Erde, dazu kommen sein außergewöhnlicher Glanz und das brillante Feuer. Lupenreine, farblose Diamanten sind die beliebtesten. Auskunft über die Qualität und den Wert geben die 4 C`s, Carat (Gewicht), Clarity (Reinheit), Colour (Farbe) und Cut (Schliff). Diamanten gibt es aber auch von gelb bis braun über grün, blau, rosa, rot bis zu grau und schwarz.
>Brillant

E

Edelsteine: sind überwiegend natürlich vorkommende Minerale. Unterteilte man sie früher noch in Halbedelsteine und Edelsteine, fasst man sie heute alle unter Edelsteine oder Schmucksteine zusammen. Gewichtseinheit ist das Karat.

Emaillieren: Glasartiger, farbiger Schmelz, der unter anderem in Gruben oder durch Stege getrennt auf das Metall aufgeschmolzen wird.

F

Facettenschliff: wird fast nur bei durchsichtigen Edelsteinen angewendet. Durch die Vielzahl der kleinen glatten Flächen erhält der Stein einen höheren Glanz und oft auch ein Farbspiel.

Fassung: ist der Rahmen, der den Stein hält und in ein Schmuckstück integriert. Es gibt verschiedene Arten von Fassungen. Das Befestigen eines Steines in seiner Fassung nennt man Fassen.

Feingehalt: muss in Schmuckstücke und Gerät aus Edelmetallen gestempelt werden und gibt Auskunft über die Legierung.
>Legierung

G

Gold: lat. Aurum, Symbol Au
Es ist ein gelbes Edelmetall, das in der Schmuckherstellung meist nur legiert auftritt. Neben der Härte und dem Preis ist auch die Farbe ein Grund Gold zu legieren.
>Legierung

Gravur: ist das Einbringen von Schrift oder Linien in die Oberfläche von Schmuckstücken oder bestimmten Edelsteinen (z.B. Lagenachat)

Gerät: größere "benutzbare" Gegenstände wie Dosen, Schalen, Becher, Pokale, Kelche usw., die aus Edelmetallen geschmiedet oder montiert werden

Gießen: Flüssiges Metall wird in eine Form gegossen. Diese Form kann eine einfache Kokille (zweigeteilte Eisenform), eine Sand- oder Sepiaform sein, am häufigsten jedoch eine durch das Wachsausschmelzverfahren hergestellte Gipsform.
>Wachsmodell

H

Halbzeug: Halbzeug ist der Oberbegriff für vorgefertigte Rohmaterialformen wie beispielsweise Bleche, Drähte, Rohre, Walzdrähte.

I

Imitationsperle: eine vollkommen künstlich hergestellte Perle mit dem Erscheinungsbild einer Natur- oder Zuchtperle

K

Karat: 1. Gewichtseinheit für Edelsteine; ein Karat entspricht 0,2 Gramm
2. Feingehaltsbezeichnung bei Goldlegierungen; je höher die Zahl ist, desto mehr Feingold ist in der Legierung

L

Legierung: ist eine Mischung aus mehreren Edelmetallen zur Veränderung der Eigenschaften, der Farbe und des Preises. Der Feingehalt wird in Deutschland in Tausendstel angegeben, d.h. in einer 750/000 Goldlegierung sind 750 Teile Feingold und 250 Teile je nach Farbe Silber und Kupfer. Ein hoher Kupferanteil führt zu einer Rotfärbung. Weitere Goldlegierungen sind 900/000, 585/000 oder 333/000, wobei letzteres beim Goldschmied, außer im Reparaturbereich keinen Einsatz findet.
>Weißgold
Die gängigste Silberlegierung ist das 925/000 Sterlingsilber.

Löten: Mithilfe eines geschmolzenen metallischen Bindemittels (Lot) werden metallische Werkstücke unlösbar, stoffschlüssig gebunden.

M

Mabe-Perle: zusammengesetzte Zuchtperle, gewöhnlich halbkugelförmig, oftmals als gezüchtete Halbperle bezeichnet

N

Naturperlen: sind echte Perlen, die ohne Zutun des Menschen im Meer, wie auch im Süßwasser entstehen. Nur jede 30. bis 40. Muschel enthält ein Perle.

Neusilber/Alpaka: ist eine Legierung aus Kupfer, Nickel und Zink, deren Farbton dem Silber sehr nahe kommt.

P

Palladium: Metall aus der Platingruppe, Symbol Pd
wird als Legierungszusatz bei Weißgold verwendet, aber auch als eigenständige Schmucklegierung.
>Weißgold

Perlen: sind das Erzeugnis von Meeresmuscheln, Süßwassermuscheln und einigen Schnecken. Sie entstehen als Ergebnis einer Reaktion auf einen Fremdkörper, der in die Muschel eingedrungen ist. Man unterscheidet zwischen Naturperlen und Zuchtperlen.
Der Wert einer Perle ermittelt sich aus verschiedenen Faktoren: Perlenart, Stärke der Perlmuttschicht, Lüster (Glanz, Brillanz einer Perle), Oberflächenbeschaffenheit, Form, Farbe und Größe. Um die Lebensdauer von Perlen zu verlängern, sollte man ein paar Sachen beachten: Perlen weder großer Trockenheit oder Feuchtigkeit aussetzen, noch kurz vor dem Anlegen Parfum, Creme oder Spray benutzen.

Platin: chem. Element, Symbol Pt
ist ein weiß-grau glänzendes Edelmetall, das sich durch seine hohe Dichte, Säurebständigkeit und den geringen Abrieb hervorhebt.
Platin ist das beständigste und wertvollste Edelmetall.

R

Rhodium: Metall aus der Platingruppe, Symbol Rh
findet im Schmuckbereich nur als galvanischer Überzug Verwendung. Das rhodinierte Silber ist dann härter und anlaufgeschützt, verliert aber zugleich seine typische Farbe und erhält einen blauweißen kühlen Glanz. Aus diesem Grund wird auch oft Weißgold rhodiniert.

S

Sepia-Guss: ist ein Gussverfahren aus der Antike, bei dem der Rückenschulp des gemeinen Tintenfischs als Gussform dient. Das Modell wird in die Innenwand des geteilten Rückenschulps eingedrückt und bleibt für weitere Abgüsse erhalten, wohingegen die Gussform nur einmal verwendet werden kann.

Silber: lat. Argentum, Symbol Ag
ist ein weißes Edelmetall, das sehr gut dehnbar und polierbar ist. Meistens findet 925/000 Sterlingsilber Verwendung. Im Gegensatz zu Gold kann Silber oxidieren und muss gegebenenfalls geputzt werden.

Synthetische Steine: sind in ihrem chemischen Aufbau identisch mit ihrem echten Gegenstück. Sie haben die gleichen chemischen und physikalischen Eigenschaften (z.B. Härte, Gewicht und Lichtbrechung) wie ein echter Edelstein, sind aber im Gegensatz dazu künstlich im Labor entstanden. Fachleute erkennen mit entsprechendem Gerät meist einen synthetischen Stein an gleichmäßigeren Wachstumsstrukturen und wenigeren Unregelmäßigkeiten.

Südseeperle: ist eine Salzwasserzuchtperle, die in der Auster "Pinctada maxima" herangezüchtet wird. Sie ist die größte und auch die seltenste aller Perlen. Südseeperlen sind in den Farben weiß, silber- und goldfarben zu finden.

Süßwasserperlen: Perlen aus Süßwassermuscheln
> Zuchtperlen

T

Tahiti-Perle: ist eine Salzwasserzuchtperle, die in der schwarzlippigen Auster "Pinctada margaritifera" herangezüchtet wird. Da die Auster selbst sehr groß ist, können die Perlen häufig überdurchschnittlich groß werden. Die Farbtöne gehen von tief schwarz (sehr selten) bis zu grün, blau, grau, aubergine und braun.

Treiben: ist eine spanlose Verformung des Metalls durch verschieden geformte Hämmer oder Punzen. Auf diese Art und Weise entstehen zum Beispiel Becher oder andere Hohlkörper.

V

Vergoldungen: Im Schmuckbereich findet vor allem die galvanische Vergoldung ihren Einsatz. Dabei wird mittels elektrischer Spannung ein Goldüberzug auf das Schmuckstück aufgebracht.

W

Wachsmodell: Das Schmuckstück wird in einem speziellen Modellierwachs hergestellt. Anschließend wird es in einer Küvette mit einem speziellen Gips eingebettet und ausgeschmolzen. In die entstandene Form gießt man nun die Wunschlegierung. Nach dem Erkalten wird der Gips entfernt und man erhält das metallene Modell. Das Wachsmodell geht bei diesem Verfahren verloren.

Weißgold: Das Gold wird durch die Zugabe von Palladium "entfärbt". Palladiumweißgold ist eine sehr hochwertige Legierung, die frei von allergieauslösenden Zusätzen wie Nickel oder Mangan ist. Die Farbe ist dem Platin sehr ähnlich, es wird auch als Graugold bezeichnet.

Z

Ziselieren: spanlose Herstellung von Mustern, Ornamenten und Reliefs durch Bearbeitung des Metalls mit verschieden geformten Punzen oder gewölbten Hämmern

Zuchtperlen: wachsen auf Perlenfarmen heran. Dort werden Tausende von Austern mit Implantaten versehen und dann zwei bis fünf Jahre gepflegt, bis sich eine Perle entwickelt hat.